Mobilität

Mobilität verändert sich und muss auch in Alzenau und Umgebung teilweise neu gedacht werden!

Meine Leitfrage dabei lautet:

Wie können wir den öffentlichen Raum – in allen Stadtteilen! – so gestalten und verteilen, dass er zu Fuß, mit dem Rad, mit Bus und Bahn sowie mit dem Auto gleichberechtigt genutzt werden kann?

Wenn wir uns wie beim Thema „Nachhaltige Stadtentwicklung“ beschrieben einig sind, dass Alzenau und die Stadtteile nicht mehr unbegrenzt in die Fläche wachsen sollen, dann wird der öffentliche Raum bei der angestrebten Nachverdichtung nicht größer. Es wird enger.

Wer hat Vorrang?

Ich bin überzeugt, dass wir uns entscheiden müssen, ob wir wirklich weiterhin dem Autoverkehr in dem Maße wie bisher Vorrang einräumen wollen, weil wir planerisch immer noch vom Auto her denken.

Auch wenn im ländlichen Raum das Auto immer seine Berechtigung haben wird: Fahrrad, E-Bikes, Bus und Bahn können bei gleichberechtigter Einbeziehung in die Planung und guter Abstimmung echte Alternativen sein.

  • Nicht jede Familie kann und will sich zwei Autos leisten. Daher sollte es Busverbindungen für fast jeden Bedarf geben: Ob für den Weg zur Schule oder in die Arbeit, zum Einkaufen, für Arztbesuche oder für die Freizeitgestaltung.
  • Auch wenn nicht jeder so wie ich ganzjährig mit dem Fahrrad in die Arbeit fahren möchte sorgt ein bedarfsgerechtes und durchgängiges Radwegnetz unter anderem für Entlastung auf der Straße und sichere Fahrradausflüge.
  • Der Umstieg auf emissionsfreie Antriebe muss weiter gefördert werden. Das bleibt eine Frage der Infrastruktur, weshalb mindestens eine Ladestation für Autos und Fahrräder in jedem Stadtteil mein Ziel ist.

Ausprobieren!

Meine Erfahrung aus acht Jahren, in denen ich als persönlicher Referent des Oberbürgermeisters in Offenbach Stadt- und Verkehrsplanung begleitet habe: beim Thema Mobilität gilt noch mehr als bei anderen Fragen: der Mensch lebt von der Anschauung!

Deshalb werde ich mich dafür einsetzen, die erweiterten Möglichkeiten für Testphasen, die die Straßenverkehrsordnung jetzt bietet, in den Stadtteilen und auch im ganzen Stadtgebiet zu nutzen.

Ein autofreier Sonntag, Parkstreifen oder Radweg, Öffnung der Hanauer Straße für Radverkehr in Gegenrichtung vom Feuerwehrkreisel bis zur „Brezel“? – lassen Sie uns die Möglichkeiten für alle Stadtteile diskutieren und es dann ausprobieren!

Testphasen bedeuten immer, dass man erkennt, ob etwas nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis funktioniert oder nicht. Deswegen ist mir eine Begleitung durch Fachleute genauso wichtig wie die Bewertung der Betroffenen: Von Bürgerinnen und Bürgern, Anliegenden und dem Einzelhandel.